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Das Böttcherfass

Die Fässer hier unterscheiden sich in Form und Größe, je nachdem wofür sie verwendet wurden. Allen gemeinsam ist, dass sie aus länglichen Holzstücken, den sogenannten Dauben, zusammengesetzt sind. Der Böttcher braucht für seine Arbeit spezielle Werkzeuge und viel Erfahrung. Schließlich müssen die Dauben und alle anderen Teile so präzise gefertigt werden, dass das Fass am Ende hundertprozentig dicht ist. Zuerst werden die Dauben hergestellt - meist aus astlosem Eichenholz - und mit einem Montagereifen zusammengehalten. Wenn Sie genau hinschauen, sehen Sie, dass die Fässer leicht gewölbt sind und nach oben und unten hin enger werden. Dafür müssen die Dauben gebogen werden. Eine schwierige und anstrengende Arbeit. Mehrfach werden die Hölzer nass gemacht und über einem Feuer erwärmt, bis sie geschmeidig und biegsam geworden sind. An dem Fassrumpf, der jetzt seine bauchige Form hat, wird der Montagereifen entfernt und durch die endgültigen Reifen aus Eisen ersetzt. Dafür benötigt man ein Spezialwerkzeug, den Bandhaken, um die Reifen über die Dauben zu ziehen. Am Ende werden die Böden passgenau hergestellt und eingesetzt. Aber warum muss ein Böttcherfass gewölbt sein? Nur so kann man das Fass richtig dicht bekommen. Denn die Form macht es möglich, eiserne Reifen auf die Wölbung hinaufzutreiben, die die Dauben extrem zusammen pressen.

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Am Eingang unserer hauswirtschaftlichen Ausstellung steht nicht zufällig ein Webstuhl. Das Weben gehört nämlich zu den größten Erfindungen der Menschheitsgeschichte. Und bis heute hat sich die Grundtechnik nur wenig verändert. Webstühle wurden komplett aus Holz gefertigt. In der Regel waren alle Teile mit Zapfen verbunden, sodass man den Webstuhl leicht auf- und abbauen konnte. Viele […]

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